Raus aus der Stressfalle

Autor: Dr. Wolfgang Lalouschek

Verfasserin der Kurzbeschreibung: K. W.

 

Einleitend:

Die Motivation dieses Buch zu lesen, entstand dadurch, dass ich in meiner Tätigkeit als Lebens und Sozialberaterin mit dem Thema Burn Out arbeiten möchte. Im Speziellen ist mir die  Burn Out Prävention sehr wichtig. Der Autor beschreibt sehr gut Wege die in einer Therapie oder während eines Rehabilitationsaufenthalts erlernten Methoden gemeinsam mit dem Klienten  in den Alltag zu integrieren, und somit die Work Life Balacne zu halten.

1. Stress

Stress…. die Plage des 21. Jahrhunderts

Derzeit stehen über die Hälfte der Krankenstände mit Stressproblemen in Zusammenhang. Laut WHO gehen heute Zitat „weltweit mehr Arbeitstage durch psychische als durch physische Erkrankungen verloren.“ Wir wissen vom Eustress und vom Distress. Eustress, der positive, antreibende, kreative, produktive Stress wird von Hans Selye „ Die Würze des Lebens“ genannt.

Wenn Menschen ihren Wohlfühlwert auf einer Stressskala von 1 bis 10 eintragen sollen, dann ist es selten, dass der Stersspegel 0 gewählt wird. Sprich die Mehrheit der Bevölkerung empfindet einen Pegel auf der Skala von mindestens 2 oder 3 als angenehm. Bei 0 hätten sie keine Energie sagen Workshopteilnehmer von Dr. Lalouschek.

Hätte der Jäger in der Steinzeit mit einem Stresspegel von 0 gelebt, wäre er wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen genug Aufmerksamkeit aufzubringen, um rechtzeitig vor wilden Tieren zu flüchten. Erst durch ausreichende Anforderungen können Körper und Seele stark werden.

….“während das richtige Mass an Anforderung unsere Leistungsfähigkeit steigert, fällt diese bei Überforderung stark ab “

Chronischer Stress macht krank und kann unter anderem zum Burn Out führen. Dauert chronischer Stress zu lange an , verlieren wir und unser Organismus die natürliche Fähigkeit zur Selbstregulation. Wir können nicht mehr auf ein normales Ruheniveau zurückkehren, selbst wenn keine akute Belastung vorliegt. Unsere Muskeln bleiben verspannt, der Blutdruck erhöht und die Gedanken kreisen im Kopf. Es kommt zu Herz- Kreislaufbeschwerden, orthopädischen Beschwerden, Blutzuckeranstieg und seelischer Erschöpfung . Das Immunsystem wird immer schwächer. Gerade in Stresssituationen neigt der Mensch zu Verhaltensweisen die das Wohlbefinden und die Gesundheit noch mehr gefährden. Solche Stressfaktoren sind zum Beispiel:

Kaffee: Koffein führt zur Ausschüttung von Stresshormonen im Nervensystem.

Alkohol: Ein Gläschen Wein zur Entspannung …..Im Hintergrund aktiviert Alkohol den Sympathikus und versetzt den Körper in einen Stresszustand. Wir schlafen betäubt ein, aber der natürliche Schlafrythmus ist massiv gestört.

Nikotin: Psychologisch mag eine Zigarette anfangs entspannen. Aber wie Alkohol führt Nikotin zur Ausschüttung von Stresshormonen und versetzt unseren Körper in einen permanenten Alarmzustand.

2. Ursachen von Stress:

Exogen (von aussen kommend) :

Termindruck

Arbeitsmenge

Auseinandersetzung im sozialen Umfeld

Naturereignisse (Hitze, Kälte…)

Lärm

Verletzungen, Körperliche Belastungen

Giftige Substanzen, Nikotin

Krankheitserreger

Sauerstoffmangel

 

Endogen:

(von innen kommend, Gefühlswahrnehmung)

Angst, Furcht, Schmerz

Hunger, Durst

Wut

Einsamkeit, Aufregung, Schlafstörungen

Erschöpfung

Autoimmunerkrankungen

Zellschäden

SchädlicheStoffwechselprodukte

3. Wenn der Stress zuviel wird. Das Burn Out Syndrom

Die Kernsymptome des Burnout

emotionale Erschöpfung

man fühlt sich ausgelaugt, erschöpft, freudlos

Leistungseinbuße

durch    verringerte                  Leistungsfähigkeit  entstehen                                                           Selbstzweifel

negatvie Einstellung

gegenüber Kunde, Klienten, Familie und Partner

 

Burnoutsymptome:

Körperlich:

Herzbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelverspannungen, Lustlosigkeit, sexuelle Funktionsstörungen

Geist:

Konzentrationsschwierigkeiten, Entscheidungsschwäche, Fehlende Ziele, Verminderte Belastbarkeit, Verlust von Kreativität

Emotion:

Nervosität und Unruhe, Depressive Verstimmung, Verlust von Freude, Fehlende Motivation, Kontaktverlust zu Kunden, Kollegen, Partner und Familie, Innere leere, vermindertes Selbstwertgefühl;

Verhalten:

Rückzug, Anfangs Hyperaktivität, Alkohol und andere Süchte, Fehlleistungen

4.  Alarmsignale für Burnout

Im ersten der 12 Stadien von Burnout tritt meist Hyperaktivität bei dem Betroffenen auf. Das ist eines der Alarmsignale. In der Arbeit werden freiwillig Überstunden geleistet . Die oder derjenige hat „nie Zeit“ . Sie vernachlässigen die eigenen Bedürfnisse wie Pausen, Essen Urlaub, Dinge die ihnen Freude machen . Es werden die sozialen Kontakte eingeschränkt und oft auf den Kontakt mit den Arbeitskollegen minimiert.

Chronische Müdigkeit und Energiemangel sind auch sehr deutliche Anzeichen. Die Fehlerquote wird höher. Gleichzeitig haben die Betroffenen aber auch keinen Blick auf ihre stagnierenden Leistungen und ignorieren Misserfolge.

Persönliche Komponenten für Burnout

…sind folgende Glaubenssätze und Verhaltensmuster:

•                     Anerkennung und Liebe bekomme ich nur durch Leistung

•                     Es muss perfekt sein, ich darf keine Fehler machen.

•                     Ich muss es alleine schaffen, ich muss die Kontrolle behalten

•                     Arbeit/ meine Tätigkeit las einzige Lebensquelle

•                     Dauertätigkeit als Ablenkung von Konflikten, innerer Leere oder traumatische Erinnerungen

•                     Wer viel arbeitet, schafft viel.

 

Komponenten aus der Arbeitswelt die Burn Out fördern:

Mobbing, zu wenig oder keine Pausen, Informationsmangel, Über- oder Unterforderung, keine Autonomie am Arbeitsplatz, Mangel an Lob und Anerkennung; Kritik, Unfreundlichkeit, Eintönigkeit, Lärm , Mangel an Gemeinschaft, Unfairness, Konflikte zwischen persönlichen Werten und denen der Organisation.

5.                  Massnahmen gegen Burn Out

sollten in diesen drei Bereichen stattfinden:

1.                  Berufs-/ arbeitsbezogene Massnahmen

2.                  Stärkung des sozialen Umfelds/ Rückhalts

3.                  Ich Stärkung

 

1.                  Beruf: Arbeitsgestaltung: Arbeitsbedingungen

Was kann ich ändern?

Gibt es Möglichkeiten zur Spezialisierung (Tätigkeitsbereich eingrenzen)

Zeitmanagement: Unangenehmes nicht aufschieben, Feste Zeiten einplanen

Grenzen: Eigene Grenzen wahrnehmen, Nein Sagen, Delegieren

Ausbildung: Praxisbezogen

 

2. Soziale Systeme: Familie, Freunde, Austausch mit Kollegen, Feedback annehmen

3.                  Ich: Meine Erwartungen an das Leben, an die Arbeit;

Meine Ressourcen, Meine Grenzen

Zeit: Essgewohnheiten, Körperlicher Ausgleich, Entspannungstechnicken, Hobbys

Wege zum Ich: Ab Seite 62 beschreibt der Autor aus meiner Sicht den wesentlichen Weg aus dem Burn Out. Mit der Frage: „Wo will ich hin? “

Es macht Dr. Lalouschek sehr sympathisch, indem er sagt er habe keine 08/15 Lösung kein Raster oder Rezept,dass er bei jedem Klienten anwenden kann.

Was sind meine Ziele?

Wo will ich hin im Leben?

Was ist meine Vision?

Was sind meine Träume?

Und… was hat Priorität?

(……)seite 64  Wenn die ersten beiden Standbeine, Ich und Soziale Kontakte stabil aufgestellt sind, kann uns eine berufliche Krise nicht so rasch aus dem Gleichgewicht bringen.

Hier entsteht für mich eine Verbindung zu den 5 Säulen  der Identiät von H.G.  Petzold.

In der Beratung würde ich die Bereiche

•                     Leib/Leiblichkeit

•                     soziales Netzwerk

•                     Arbeit und Leistung

•                     materielle Sicherheit

•                     und Werte

miteinbeziehen.

Genauso gut passt der von Dr. Lalouschek präsentierte „Lebenskreis“ zum Werte/ Identitätsmodell von Petzold.  /hier nicht abgebildet

Abgestimmt auf die individuelle „Legbens-Torte“ / Lebensgestaltung des Klienten kann man hier gemeinsam mit dem Klienten ein Zielmodell gestalten.

Das Modell trifft  zb. nach wie vor auf sehr viele Frauen zu. Die Bereiche kann man auch austauschen gegen die 5 Säulen von Petzold.

Stress ( im privaten sowohl als auch im beruflichen Bereich)

verhindern oder redzieren….durch:

•                     Grenzen setzen

•                     Prioriäten setzen

•                     Zeitplanung

•                     Unterstützung suchen und delegieren

•                     Konflikte und Ärger ausdrücken

•                     die Realität annehmen

Der Autor zitiert hier einen meiner Lieblingssätze aus meiner Selbsterfahrung nach dem Burnout. Dieses Zitat war für mich einer der wichtigsten Schlüssel zu meinem entspannteren Leben:

„ Gott gebe mir die Gelassenheit hinzunehmen, was nicht zu ändern ist, den Mut, zu ändern, was ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“