Systemische Aufstellungsarbeit Intensiv-Lehrgang

AufstellungenKennen lernen von Grundannahmen, Metaprinzipien von Theorien, Methoden und Anwendungsbereiche von Familien- Organisations- und Strukturaufstellungen im
jeweiligen Fachgebiet.

Im Mittelpunkt des Lehrgangs steht das praxisnahe Üben und Austesten erlernter Inhalte.

 

Aufstellungsarbeit ist seit über 20 Jahren im familientherapeutischen Kontext bekannt und wird seit einiger Zeit vermehrt bei beruflichen Themen angewandt.

Mittlerweile wurden viele verschiedene Aufstellungsformate entwickelt, die noch gezielter bei Entscheidungsprozessen, bei der Zielannäherung oder Problemlösung, Arbeit mit inneren Anteilen uvm. eingesetzt werden können.

Ausbildungsziele und Nutzen:

Ziel ist es, als AufstellungsleiterIn einen sicheren und professionellen Umgang für die eigene Beratungspraxis zu erlangen.

Nach erfolgreich absolviertem Lehrgang sind Sie in der Lage, Erlerntes, entweder in der
Beratung oder Problemlösung professionell einsetzen zu können.

Sie sollen die Arbeit mit RepräsentantInnen (Gruppenaufstellung) oder mit Platzhaltern (Einzelaufstellung) beherrschen. Ganz wesentlich ist auch das Erwerben ethischer Reife, diese Arbeit verantwortungsbewusst den KlientInnen und RepräsentantInnen gegenüber
ausüben zu können.

Nutzen:

  • Sie erhalten die nötige Sicherheit, die Sie zum Leiten von systemischen Aufstellungen benötigen
  • Vertiefung von Grundannahmen und Metaprinzipien von Theorien, Methoden
    und Anwendungsbereichen von Familien- Organisations- und Stukturaufstellungen
    Ihres jeweiligen Fachgebiets• Professionelles Anwenden systemischer Aufstellungsarbeit und der Methodenvielfalt in der eigenen Beratungspraxis
  • Erlernen der richtigen ethischen Haltung als AufstellungsleiterIn
  • Genügend Zeit zum Ausprobieren erlernter Inhalte (Praktisches Tun)
  • Ausreichend Reflexionsmöglichkeit unter Supervision und in der Peergruppe.

Die Ausbildung richtet sich an alle Personen, die

  • bereits (systemische) Selbsterfahrung vorweisen können
  • ihr bisheriges berufliches Tätigkeitsfeld erweitern möchten
  • In Ihrer psychologischen Beratungstätigkeit Menschen begleiten wie Lebens- und SozialberaterInnen, Klinische PsychologInnen und andere
  • Lehrgänge, wie Lebens- und Sozialberater, abgeschlossen haben, oder noch in Ausbildung sind und eine diesbezügliche Formalqualifikation erwerben möchten.

AUSBILDUNGSINHALTE

Grundlagen der Aufstellungsarbeit
Inhaltlich wird der geschichtliche Hintergrund und wesentliche Grundannahmen und
Metaprinzipen von Familien- Organisations- und Strukturaufstellungen behandelt.

Es wird ein Überblick über die wichtigsten Aufstellungsformate gegeben und deren
Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsgebiete erörtert.

Lösungsorientiertes Zielinterview und Einführung in den Aufstellungsprozess
Beim lösungsorientierten Interview geht es verstärkt um die richtige Fragestellung bei der
Klärung des Anliegens von KlientInnen. Das Kennenlernen der eigenen Herkunftsfamilie
mittels Genogrammerstellung, sowie deren Nutzung für die Aufstellungsarbeit ist ebenfalls
ein sehr wichtiger Bestandteil. Unterschiede in der Aufstellungsarbeit im Einzelsetting und
der Gruppe werden aufgezeigt. Richtiges Arbeiten mit dem Familienbrett oder Systembrett, sowie Platzhaltern, die Mitschrift von Aufstellungsprotokollen, zwecks
Erkennens der „heißen Spur“ wird ebenfalls behandelt.

Familienaufstellung
In den zwei in sich aufbauenden Modulen geht es um familiäre Verstrickungen,
Wertehaltung, Prägung und Traumata. Es werden die Unterschiede zwischen der
klassischen Aufstellungsarbeit und Trauma Therapie besprochen, so wie eine
Gegenüberstellung zur Familienrekonstruktion vorgenommen. Erstmals wird auch das
Thema „Ausgleich von Geben und Nehmen“, deren Tragweite in Familiensystemen im
Zuge der Genogrammarbeit behandelt. „Learning by doing“: TeilnehmerInnen leiten
selbständig und unter Beobachtung der Lehrgangsleitung Aufstellungen an (eigenes
Familiensystem und persönliche Themen/Anliegen werden mit einbezogen).

Organisationsaufstellung und berufliche Themen
Hier geht es um grundsätzliche Unterscheidung zwischen dem System der Familie und dem Unternehmen. Welche Grundannahmen gibt es in Teams, Firmen und Organisationen und wie wirken Hierarchieebenen sowie Zugehörigkeiten im Organisationssystem. Es werden Themen wie Verstrickungen im Familienbetrieb und im Privaten, die Problematik der Übergabe und der berufliche Kontext behandelt. Theoriegrundlagen über das Wirken sozialer Systeme und mögliche Veränderungen der Aufstellungsarbeit auf Organisationen und Teams (Handlungsebene, Person, Rolle) erläutert. „Learning by doing“:
TeilnehmerInnen leiten selbständig und unter Beobachtung der Lehrgangsleitung
Aufstellungen an (eigene berufliche Themen/Anliegen werden mit einbezogen).

Strukturaufstellung
In diesen Modulen werden gängige Formate der Strukturaufstellung gelehrt, die in
verschiedenen Problem- und Entscheidungssituationen im Einzel-, und Gruppensetting
sehr gut eingesetzt werden können. Wie z.B. die Ziel- und Problemlösungs-,
Zielannäherungs-, Glaubenspolaritäten-, Tetralemmaufstellung und Aufstellung der
inneren Anteile, usw. Ziel ist hier wiederum das Kennenlernen und richtige Anleiten dieser
Formate. „Learning by doing“: TeilnehmerInnen leiten selbständig unter Beobachtung der
Lehrgangsleitung Aufstellungen an (eigenes Familiensystem, persönliche und berufliche
Themen/Anliegen werden mit einbezogen).

Körper- und Symptomaufstellung
Dieses Spezialformat gehört ebenfalls zu den Strukturaufstellungen. Gelehrt wird das
Aufstellen von Körperteilen, Symptomen und Krankheiten, das was hilft oder heilt, innere
Anteile oder Organe, usw. Mit welchen anderen Aufstellungsformaten dieses Format
verknüpfbar ist und was man als Aufstellungsleiter.In unbedingt befolgen und beachten
muss (medizinische Abklärung, moralisch -ethischer und rechtlicher Hintergrund).

Übungsmodul unter Supervision

Gruppenselbsterfahrung

Vertieftes Üben und festigen erlernter Aufstellungsformate unter Supervision.
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und der eigenen Motivation für die
Arbeit im Aufstellungskontext ist wesentlicher Bestandteil dieses Lehrgangs.

Der Lehrgang ist so konzipiert, dass ein laufender Entwicklungsprozess der eigenen
Persönlichkeit und die Weiterentwicklung der eigenen Beratungspraxis stattfinden.
Gerade die Möglichkeit zur Selbsterfahrung gewährt Einblicke und bietet die Möglichkeit
intensiver Reflexion.

Aufstellungsarbeit ist ein sehr sensibler Bereich und benötigt sorgsamen Umgang mit KlientInnen und deren Umfeld. So ist es unser Bestreben, dass sich die Teilnehmerinnen bis zum Ende der Ausbildung einem Prozess der Selbsterkenntnis und Selbstentwicklung unterziehen.

AUSBILDUNGSINHALTE AUßERHALB DES UNTERRICHTES

Peergroup-Treffen (16 Unterrichtseinheiten)
Zusätzlich und parallel zum Unterricht treffen sich die TeilnehmerInnen in regelmäßigen
Abständen in Peergruppen. Diese dienen zum Austausch und Reflexion von Lehrinhalten,
bzw. zum Anleiten von Aufstellungen. Die Erfahrung zeigt, dass diese Peergruppen sehr
zur Weiterentwicklung der Gruppe und als Ideenforum und Diskussionsplattform dienen
kann. Sicherheit und Stabilität im Leiten von Aufstellungen im familiären und beruflichen
Kontext können hier zusätzlich erworben werden.

VORAUSSETZUNGEN

  • Abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung
  • Mindestalter 25 Jahre (Ausnahme: Aufnahme durch die Aufnahmekommission)
  • Eigene Gruppen- oder Einzel-Selbsterfahrung im Ausmaß von mind. 72 Einheiten (z.B.Familienaufstellung, Aufstellungsseminar, Gruppenselbsterfahrung innerhalb der LSB- Ausbildung usw.)- es besteht die Möglichkeit,
    fehlende Stunden im Zeitraum des Lehrgangs außerordentlich nachholen zu
    können.

Termine 2018 vorraussichtlich in Linz folgen

 

UMFANG

(1 Einheit = 45 Minuten)

96 Einheiten Lehrtraining
16 Einheiten Gruppenselbsterfahrung
16 Einheiten Peergrouptreffen

Gesamt: 128 Einheiten

ABSCHLUSS

  • Mind. 80% Anwesenheit im Unterricht
  • 100 % Anwesenheit bei Gruppenselbsterfahrung & Peergrouptreffen
  • 5 abgeschlossene Aufstellungsprotokolle (positiv bewertet)

Nach erfolgreichem Abschluss wird ein ÖIGT-Zertifikat „systemische Aufstellungskompetenz“ ausgestellt.

Kosten

Euro 1.450.- inkl. Skripten

Trainer

Marko Höglinger MA, Lebens- und Sozialberater, Systemischer Aufstellungsleiter

Bild

 

 

 

>>Anmeldeformular

>>Ausbildungskatalog